Montessori für Babys: die Zimmergestaltung


Ein weiterer Teil der kleinen Blogserie "Montessori für Babys" widmet sich der Einrichtung des Kinderzimmers.

Zunächst ein paar allgemeine Informationen zur Zimmergestaltung nach Montessori (orientiert am Buch: "Montessori von Anfang an" von Lillard und Lillard Jessen) und folgend die Umsetzung in unserem Zuhause - in unserem Kinderzimmer für Zwei (hier noch mehr dazu) finden sich ein paar Kompromisse um beiden Kindern bestmöglich gerecht zu werden. 
Aus diesem Grund habe ich am Ende dieses Beitrages noch ein paar weitere Inspirationen von anderen Blogs herausgesucht


  • Den Schlafplatz bildet eine Matratze, welche nur wenige Zentimeter hoch sein sollte. An einer Seite dieser Matratze wird ein Spiegel (Bsp im Buch: 90 x 60 cm) an der Wand befestigt und an der Decke über dem Matratzenbett ein Haken zur Aufhängung der Mobiles (mehr über Mobiles erfahrt ihr hier). Das Neugeborene verbringt seine ersten Nächte in einem Moses-Körbchen*. Vor dem Schlafplatz befindet sich ein farbiger Teppich. 



  • Ein Schaukelstuhl zum Stillen und ein hölzernes, ein Meter hohes Schränkchen zum Wickeln des Babys mit Kleidung und Pflegeutensilien.



  • Mit den steigenden Bedürfnissen des Kindes ändert sich auch das Zimmer, ein robustes Regal kommt hinzu, an dem sich das Kind hochziehen kann und indem Spielzeuge aufbewahrt werden.



"Der Raum ist also spärlich, aber mit Sorgfalt möbliert, um den Grundbedürfnissen des Säuglings gerecht zu entsprechen: Es gibt einen Bereich zum Schlafen, einen zum Wickeln, einen zum Stillen und einen für Aktivitäten. Fas alles in diesem Zimmer befindet sich in Bodennähe und jeder Gegenstand muss den sich ändernden Bedürfnissen des wachsenden Kleinkindes kontinuierlich angepasst werden."




Nun zu unserer Umsetzung: wir haben uns für zwei Matratzen a 70 x 140 cm und einem "Betthaus" entschieden. Der Holzrahmen ist niedriger als die Matratzen und damit der Übergang von Matratze zu Boden für Oskar nicht allzu hart war, habe ich eine Zeit lang ein aufgerolltes Handtuch zur sanften Überbrückung des Höhenunterschiedes entlang der Matratzen gelegt. Hier schläft jedoch bis jetzt nur Emil und aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden den Spiegel für Oskar lieber im Spielbereich der Jungs anzubringen (siehe erstes Bild). 

Der Spiegel ist zum einen eine Motivation das Köpfchen zu heben umso eine gute Sicht auf das süße Spiegelbild zu haben. Zum anderen bietet der Spiegel auch nach und nach die Möglichkeit von der sicheren Matratze aus, weitere Information über den Rest des Raumes zu erfahren. 




Oskar schläft, solange ich ihn noch stille, im Beistellbett direkt neben mir im Schlafzimmer, das empfinde ich persönlich als sehr viel schöner und angenehmer. Auch die Wickelkommode befindet sich bei uns im Schlafzimmer und so haben wir für uns nur einige Aspekte herausgegriffen und Zuhause umgesetzt.
Einen extra Stillstuhl habe ich persönlich auch nie als besonders praktisch empfunden und somit von vornherein darauf verzichtet. Für die Kleiderschränke der Jungs haben wir uns für ein mitwachsendes System (Stuva von Ikea) entschieden, dass für mehrere Jahre genug Platz bietet und bei Bedarf erweitert werden kann.

Je nach räumlicher Gegebenheit, individuellem Geschmack und verfügbarem Budget können die Räume ganz unterschiedlich ausfallen und doch sind die Grundideen immer gleich - ich mag es sehr wie diese Grundideen ganz unterschiedlich und individuell umgesetzt werden und deswegen nun noch ein paar weitere Bilder von Montessori inspirierten Räumen für die Kleinsten: 






  • gleich eine ganze Sammlung von den verschiedensten Montessori inspirierten Räumen findet ihr hier





  • ein ganz schlichtes und doch wunderschönes Zimmer habe ich hier bei Montessori beginnings gefunden





  • hier bei itty bitty love waren vor allem die Bilder auf Augenhöhe des Kindes, welche mich besonders angesprochen haben






  • und schließlich eine klare Übersicht von How we Montessori hier, die die wunderbare Schlichtheit des gesamten Raumes besonders deutlich macht





Die Zitate entstammen dem Buch: "Montessori von Anfang an"* von Lillard und Lillard Jessen



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4 Kommentare:

  1. Huhu, eigentlich gehört es nicht direkt zum Thema, aber es ist mir schonmal so ins Auge gesprungen...
    Woher sind denn diese süßen Wölckchen die da am Bettchen hängen? :)))

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    1. Hallo liebe Kathrin, klar gehört das hierher - die Wolken habe ich nach einem Freebook von Lotte&Ludwig genäht (ich habe mir das Muster stark vergrößert) - das Freebook heißt: Auf Wolke Sieben und hier findest du es:

      https://www.dropbox.com/sh/brjfo0reuz25fle/AAC_dgRNRWTmthwPnVtaRPn2a?dl=0

      Viel Spaß beim eventuellen Nachnähen,
      liebste Grüße, Mathilda

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  2. Hallo Mathilda,
    Ich überlege auch gerade einen Spiegel im Kinderzimmer anzubringen. Wie habt ihr euren befestigt? Ich habe ein wenig Sorge, dass er herabfallen könnte, wenn er "heftiger" erforscht wird.
    Viele Grüße Ina

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    1. Hallo Ina,
      so ein Spiegel ist schon toll für die Kleinen - wir haben unseren Spiegel auch nur an dem dafür vorgesehenem Haken hängen. Da kann ich dir leider gar keine weiteren Tipps nennen ..
      Einen schönen zweiten Advent euch

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