Tipps zur Auswahl von Spielzeugen





Die Auswahl von geeigneten Spielsachen ist bei der großen Masse an erhältlichen Spielzeugen aller Art gar nicht so einfach. 
Vieles erscheint zwar auf den ersten Blick sehr vielversprechend doch hilft es mir immer die Materialien sehr kritisch zu beurteilen.
Auch wenn man sich etwas intensiver mit der Montessori Pädagogik beschäftigt, bekommt man nach einer bestimmten Zeit einen gewissen "montessorianischen Blick" für jegliche Art von Gegenständen ob nun Spielsachen oder Möbelstücke.


Beim Kauf eines neuen Spielzeugs arbeite ich ganz allgemeine Kriterien in meinem Kopf Punkt für Punkt ab:


  • Ästhetik - die Spielsachen sollten zunächst vor allem ansprechend aussehen, aber auch stets vollständig und unbeschädigt sein. 
  • Grelle auffallende Muster oder Farben lenken vom Wesentlichen ab. Daher sind naturbelassene, oder schlichte und zurückhaltende Farben zu bevorzugen. Ich persönlich finde die meisten Spielzeuge schlichtweg zu überladen. Die Beschränkung auf einen bestimmten Aspekt ist mir sehr wichtig - ein simples Steckspiel muss nicht zusätzlich blinken, Musik spielen und womöglich noch im Kreis tanzen. 
  • Darstellungen von Tieren, Obst oder Gemüse etc. wie etwa bei einem Memoryspiel sollten entweder sehr naturgetreu gezeichnet oder noch besser fotografiert sein. Abbildungen von Tieren in Anziehsachen sind zu vermeiden - das gleiche gilt allerdings auch für alle anderen Fantasiewesen - demnach keine Drachen, Einhörner oder Feen mit Zauberstäben. 






Hier findet ihr die Kugelbahn (Bilder oben) und das Steckpuzzle (Bild unten) - daran stören mich allerdings ein wenig die aufgedruckten Zahlen. 





  • Aktivität - die Spielsachen sollten das Kind dazu bewegen selbst aktiv zu werden und nicht ausschließlich unterhaltend sein, sodass die Kleinen stumm davor sitzen und sich berieseln lassen. Dabei ist es sehr wichtig zu wissen wo das Kind gerade steht und zwar in Bezug auf Entwicklung und Interesse. 
  • Stellt das Spielzeug für das Kind überhaupt noch eine Herausforderung dar, oder wäre es damit vielleicht  sogar nur unterfordert?





Das Känguru ist vom Flohmarkt, aber das Hammerspiel findet ihr hier.



  • eingebaute Fehlerselbstkontrolle - am Beispiel des nachfolgenden Bildes. Hierbei müssen die kleinen farbig markierten Stifte den jeweiligen Farben auf dem Brettchen zugeordnet werden. Sollte am Ende ein Stift mit einer Farbe übrig bleiben, die farblich nicht zu der der Brettchens passt, muss sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen haben. Diese simple Tatsache ermöglicht es den Kindern die eigenen Fehlern selbstständig zu erkennen und daran zu lernen und zu wachsen.



  • Begrenzung - weniger ist mehr! Ich persönlich investiere lieber in ein "hochwertiges" Spielzeug (z.B. ein Puzzle) als in zwei, drei die schnell abgegriffen wirken und die gleiche Herausforderung  darstellen. 
  • Wenn ein Spiel aus mehreren Teilen besteht, wie das eben gezeigte Farb-Steckspiel, dann biete ich Emil zunächst einmal nur eine Farbe an (insgesamt habe ich 5 verschiedene) und schaue wie er damit zurecht kommt. Wenn ich das Gefühl habe es fällt ihm sehr leicht oder fragt von selbst vielleicht ob es noch eine andere Farbe gibt, dann kommen nach und nach immer mehr Farben hinzu. So vermeide ich, dass er sich von dem Übermaß an Angebot (in dem Falle die Farben) überfordert zu fühlt und das Spiel gar nicht erst beginnt.


Das Lagen-Puzzle "Dein Körper" findet ihr hier.





Zudem sollte es möglich sein die entsprechende Tätigkeit mit den Spielsachen so oft wie erwünscht zu wiederholen. Übung macht den Meister und die Kinder mögen gern eine für sie spannende und neue Tätigkeiten oft wiederholen.






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5 Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese schönen Anregungen! Vor allem das Schichtenpuzzle finde ich super!

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    1. Gern geschehen, das Schichtenpuzzle ist auch mein heimlicher Favorit.

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  2. Darf ich fragen woher das Kugelspiel auf dem ersten Bild ist?

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    1. Na klar gerne, ich habe jetzt alles verlinkt! Die Bahn ist von Cuboro.
      Liebe Grüße

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  3. Das Spielzeug gefällt mir sehr und auch ich finde die Ästhetik wichtig. Das gehört für mich auch ganz sehr mit Montessori zusammen.
    Gruß Stefanie

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