27 und 28 Wochen

Zwei Wochen sind wieder vorbei und ich werde ein wenig wehmütig, da auch diese Schwangerschaft in dem ganzen Unialltag unterzugehen scheint. 
Als Frau erlebe ich die Entwicklung des Ungeborenen körperlich zwar ganz nah und auch sehr intensiv, aber dennoch habe ich das Gefühl die meiste Zeit mit dem Kopf in den Büchern zu stecken und mich auf Krampf anderen Dingen widmen zu müssen. 



"wake me up, when September ends" - geht mit immer wieder durch den Kopf. Ende September wird alles abgeschlossen sein, wir werden umziehen und einfach nur leben. 
Es fällt mir unglaublich schwer und ich weiß auch wie vielen lieben Menschen in meiner direkten Umgebung ich damit schon seit Ewigkeiten in den Ohren hänge ... Entschuldigt bitte.


Das neue Leben in mir wächst und gedeiht prächtig. Ich bin so dankbar dafür und hoffe, dass es auch weiterhin so bleibt. Nach Emils Schicksal habe ich doch mehr Ehrfurcht vor dem Leben an erhalten. Allgemein bin ich nicht so unbeschwert wie während meiner ersten Schwangerschaft mit Emil. Nicht, dass ich die ganze Zeit in Angst leben würde, dass "etwas Schlimmes passiert", aber die Sorge bleibt unterbewusst doch immer erhalten. 

Trotz dieser trüben Gedanken habe ich die unglaubliche Vorfreude auf ein Leben zu viert. Dies verleiht mir viel Kraft und wenn ich die Augen schließe und den Bewegungen in meinem Bauch ganz aufmerksam folge, dann ist Ende September schon ganz, ganz nah.

Liebst, Mathilda

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen