Warum eigentlich Montessori?

Warum Montessori, wurde ich neulich gefragt. Das ist eine Frage auf die ich so viele Antworten, Begründungen und bestimmte erklärende Situationen aufzeichnen könnte, dass ein Tag dafür nicht reicht.

Neulich saß ich mit Emil beim Mittagessen und er zeigte immer auf die Weintrauben, die ich für uns zum Nachtisch gewaschen hatte. Ich gab ihm ein paar in der Annahme er mag ein wenig naschen. Ich zupfte sie also ab und legte sie auf seinen Teller. 
Er aß jedoch nicht, sondern zeigte wieder auf die Schüssel mit den Trauben. Mh, magst du die Schüssel haben und dir die Trauben genauer ansehen? 
Ich schob ihm die Schüssel hin und er fing plötzlich an zu zupfen, als hätte er nur darauf gewartet endlich anfangen zu dürfen. Er hörte auch erst damit auf als alle Beeren fein säuberlich abgezupft waren und tauchte dann richtig aus einer Phase tiefster Konzentration wieder auf.
Er war so fixiert, es war spannend für mich zu beobachten. Vor allem wars es jedoch ein deutliches Zeichen an mich ihm keine Arbeit abzunehmen, die er bereits selbst tun kann. 


Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen. 

 -Maria Montessori-











Die Entwicklung der Fähigkeiten der Hand ist beim Menschen mit der Entwicklung der Intelligenz verbunden und - betrachten wir die Geschichte - auch mit der Entwicklung der Kultur. Man könnte sagen, dass, wenn der Mensch denkt, er mit den Händen denkt und handelt.


Wenn seine Hand zu arbeiten wünscht, müssen wir ihm die Möglichkeit geben eine intelligente Tätigkeit zu entfalten. Das selbständige Handeln führt das Kind auf den Weg der Unabhängigkeit.
Maria Montessori aus "Das kreative Kind"




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